Reduzieren oder Ausstieg aus dem Konsum?

Manche Konsumentinnen und Konsumenten können sich vorzustellen, ganz auf den Konsum von Cannabis zu verzichten. Das Reduzieren erscheint dann als ein guter Kompromiss, um die negativen Effekte des Konsums zu verringern, ohne ganz auf die angenehmen Wirkungen verzichten zu müssen. Das kann auch durchaus klappen.

Allerdings erfordert das Reduzieren wesentlich mehr Anstrengung als der vollständige Ausstieg aus dem Konsum. Denn jeder Konsum verführt wieder dazu, doch mehr zu kiffen, als man eigentlich vorhatte und birgt das Risiko, wieder in das alte Konsummuster zurückzufallen. Die Entscheidung, kiffen oder nicht kiffen, muss immer wieder getroffen werden.

Das Reduzieren erfordert somit mehr Willenskraft und Disziplin, als wenn man das Kiffen ganz einstellt. Die Konsumreduktion ist also nicht für jeden geeignet, der sein Konsumverhalten ändern will. Unter anderem ist in folgenden Fällen vom Reduzieren abzuraten:

  • bei diagnostizierter Psychose oder anderen psychiatrischen Erkrankungen
  • bei gleichzeitiger Psychotherapie
  • bei gravierenden körperlichen Problemen wie z. B. Asthma, Lungenemphysem etc.
  • bei gerichtlichen Auflagen
  • wenn schon mehrfach die Erfahrung gemacht wurde, dass kontrolliertes Kiffen nicht funktioniert

Vorteile der Abstinenz

Wer sich dazu entschließt, mit dem Kiffen aufzuhören, muss diese Entscheidung hingegen nur einmal fällen. Natürlich erfordert die Umsetzung auch Kraft und Ausdauer. Aber durch die Umstellung des Alltags und der Aufnahme alternativer Aktivitäten (sehr zu empfehlen) wird der Suchtdruck nach und nach weniger werden. Man gewinnt immer mehr Distanz zum Kiffen.

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Userbericht

MikaMi

31 Jahre

weiblich

Ich hatte keinen richtigen Lebensinhalt mehr und habe mich unwohl gefühlt.
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