Mit Risikosituationen umgehen

Die dauerhafte Kontrolle über den eigenen Konsum aufrechtzuerhalten ist die längste und schwierigste Phase im Veränderungsprozess. Personen, die eine lange Zeit des Konsums hinter sich haben, werden mit ziemlicher Sicherheit in bestimmten Risikosituationen mit Versuchungen konfrontiert.

Ein bewusster Umgang mit Risikosituationen kann jedoch helfen, die Kontrolle über den eigenen Konsum zu behalten:

  • Risikosituation erkennen: Du solltest herausfinden (und aufschreiben), welche Situationen, Orte, Personen oder Gefühle in der Vergangenheit für dich mit dem Kiffen in Zusammenhang standen. Unter den Kennzeichen von Risikosituationen findest du hilfreiche Hinweise.
  • Risikosituationen vermeiden: Schließlich solltest du versuchen, diesen Risikosituationen - zumindest in den ersten Wochen - aus dem Weg zu gehen. Wenn du beispielsweise meist alleine zu Hause gekifft hast, solltest du mehr ausgehen oder dir eine ablenkende Tätigkeit suchen.
  • Mit Craving auseinandersetzen: Da es sicherlich nicht immer möglich sein wird, Risikosituationen zu vermeiden, ist es wichtig, sich darauf vorzubereiten. Das bedeutet vor allem, sich mit dem Craving - dem starken Verlangen nach weiterem Konsum auseinanderzusetzen.
  • "Nein" sagen können: Empfehlenswert ist es, sich Verhaltensstrategien anzueignen, die helfen, wenn dir etwas zu Kiffen angeboten wird. Bevor du auf eine Party gehst, solltest du bereits Pläne im Kopf haben, wie du dort clean bleiben kannst. Besser wäre es allerdings, Partys zumindest in der Anfangszeit zu meiden, wenn du davon ausgehen kannst, dass dort gekifft wird.
  • Ablenkung: Die alte Gewohnheit wird mit aller Macht versuchen, sich ihren Weg zu bahnen. Ablenkung , d. h. zerstreuende Tätigkeiten, die deine Konzentration beanspruchen, helfen dir, nicht an das Kiffen zu denken.

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Userbericht

DieterDanger

46 Jahre

männlich

Das Tagebuch und die Reflexion des Betreuers habe ich als sehr positiv empfunden.
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