Alternativen finden

Möglicherweise hat das Kiffen einen großen Raum in deinem Alltag eingenommen. Nicht oder weniger kiffen bedeutet demnach, dass du plötzlich wieder (viel) freie Zeit zur Verfügung hast.

Empfehlenswert ist es, sich in der hinzugewonnenen freien Zeit zu beschäftigen, neue Aktivitäten aufzunehmen, um sich abzulenken. Denn es ist so gut wie sicher, dass du in der ersten Zeit öfter mal an das Kiffen denken und den Wunsch verspüren wirst, zu konsumieren (Craving).

Das kannst du tun

  • Freunde treffen: Soziale Unterstützung ist ein wichtiges Element im Veränderungsprozess. Vielleicht gibt es alte Freundschaften, die du vernachlässigt hast, weil du dich in letzter Zeit meistens mit kiffenden Freundinnen oder Freunden getroffen hast. Wichtig ist es, nicht-konsumierende Freundinnen oder Freunde zu finden, von denen du annehmen kannst, dass sie dich unterstützen. Damit sie dein Vorhaben unterstützen, ist es hilfreich, sie in deinen Plan einzuweihen.
  • Entspannung: Besonders wenn du häufig Cannabis geraucht hast, um zu relaxen, wirst du auf anderen Wegen Entspannung finden müssen. Es gibt Techniken wie Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung. Auch ein warmes Bad oder eine heiße Dusche können helfen, innere Ruhe zu finden.
  • Hobbys aufnehmen: Möglicherweise hast du alte Hobbys, die durch das Kiffen in den Hintergrund gedrängt wurden, die du wieder aufnehmen möchtest, oder du suchst nach einer neuen Tätigkeit, die dir Spaß macht.
  • Sport: Körperliche Aktivitäten sind besonders gut geeignet, sich abzulenken und natürlich gut für die Fitness. Unserer Erfahrungen zeigen, dass Sport auch das Einschlafen unterstützt und ausgleichend wirkt bei Stimmungsschwankungen. Nur kurz vor dem Einschlafen sollte kein Sport betrieben werden, da dies den Kreislauf zu sehr anregt. Daher empfehlen wir jedem, der weniger kiffen oder ganz aus dem Konsum aussteigen will: Treibe Sport, es hilft!
  • Urlaub machen: In einer völlig neuen Umgebung wird es dir leichter fallen, alte Gewohnheiten zu vergessen. Du solltest dann aber daran denken, den Übergang in den Alltag vorzubereiten, indem du dir weitere ablenkende Aktivitäten überlegst.

Dies ist nur eine kurze Liste mit Dingen, die du tun kannst, um dich abzulenken. Sicherlich fallen dir noch weitere ein. Es empfiehlt sich, diese aufzuschreiben, damit du dich im Falle eines drängenden Verlangens, kiffen zu wollen, daran erinnern kannst, welche Handlungsalternativen du hast. Im Programm Quit the Shit wird hierzu eine eigene Übung bereitgestellt mit einer Vielzahl an alternativen Aktivitäten.

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Userbericht

Curly

39 Jahre

weiblich

Ich brauchte das Programm in erster Linie als Kontrollinstrument.
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