Kontrollstrategien anwenden

Prinzipiell gilt, dass Kontrollstrategien nicht für jeden Menschen gleich hilfreich sind. Was bei dem einen funktioniert, muss nicht automatisch bei dem anderen klappen. Hier sind ein paar Tipps, die du ausprobieren kannst. Am besten ist es, sich vorzunehmen, flexibel zu bleiben und andere Strategien auszuprobieren, falls sich eine Strategie nicht wie geplant umsetzen lässt:

  • Zeitweilige Abstinenz: Wer seinen Konsum dauerhaft reduzieren will, dem ist zunächst eine 1- bis 2-wöchige Abstinenzphase zu empfehlen, um etwas Abstand zum Konsum zu gewinnen und seinen Körper vom (dauerhaften) Konsum zu entwöhnen.
  • Konsumfreie Tage: Es ist unbedingt ratsam, dass du mindestens zwei konsumfreie Tage pro Woche einzulegst, um nicht so schnell Gefahr zu laufen, doch mehr zu konsumieren als du beabsichtigst hast. Wenn du merkst, dass du dies nicht schaffst, ist das ein Zeichen dafür, dass du den Konsum noch nicht im Griff hast. Möglicherweise solltest du dann über einen vollständigen Ausstieg aus dem Kiffen nachdenken (siehe auch „Reduzieren oder Ausstieg aus dem Konsum?“).
  • Konsumbegrenzung: Du kannst deinem Cannabiskonsum Limits setzen, z. B. mit folgenden Kriterien: Konsum nur an bestimmten Tagen, maximale Anzahl an Konsumtagen pro Woche, Konsum nicht vor einer bestimmten Uhrzeit und/oder eine maximale Anzahl von Joints pro Tag oder Woche.
  • Besondere Gelegenheiten: Manche wollen sich das Kiffen für besondere Gelegenheiten, Anlässe oder Orte vorbehalten. Klingt verlockend. Aber: Definiere genau, was eine besondere Gelegenheit ist, am besten mit Beispielen. Ansonsten läufst du Gefahr, ständig Ausnahmen zu machen. Besser sind „messbare“ Konsumlimits, um sich nicht ständig in Versuchung zu bringen.
  • Weniger kaufen: Große Vorräte bergen die Gefahr der Versuchung. Du kannst dir den Stress ersparen, wenn du gar nicht so viel zu Hause hast ? eine Konsumsteigerung also mit dem Aufwand des Besorgens verbunden ist.
  • Konsumtagebuch: Zur Kontrolle deines Konsums empfiehlt es sich, ein Tagebuch anzulegen, in dem du täglich notierst, ob, wann, wie viel, mit wem und warum du gekifft hast. Darüber hinaus bietet ein Tagebuch die Möglichkeit, eigene Gedanken und Gefühle, die mit dem Cannabiskonsum zusammen hängen, zu reflektieren. Im Programm Quit the Shit kannst du online ein Konsumtagebuch führen.
  • Außenstehende einweihen: Du kannst eine gute Freundinnen oder einen guten Freund einweihen. Am besten wendest du dich an jemanden, die oder der selbst nicht konsumiert und bittest sie oder ihn um Unterstützung. So hast du auch eine gewisse externe Kontrolle darüber, ob du deinen Zielen treu bleibst.
  • Belohnung: Ganz wichtig ist es natürlich, sich auch dafür zu belohnen, dass man z. B. schon eine Woche seinem Plan treu geblieben ist. Aber nicht mit einem Joint! Du könntest dir vielleicht von dem gesparten Geld etwas gönnen.

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Userbericht

okay

20 Jahre

männlich

Das Programm hat mich vor allem realisieren lassen, wie mein Konsum aussieht.
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