Einen Anfang machen: Erste Schritte zur Änderung der Konsumgewohnheiten

Wenn du das Gefühl hast, deinen Cannabiskonsum nicht im Griff zu haben und dies ändern möchtest, dann ist es ratsam, überlegt vorzugehen. Das bedeutet, sich mit den zu erwartenden Hürden zu beschäftigen und Kontrollstrategien zu entwickeln. Folgende Schritte sind dabei notwendig:

  • Ziel setzen: Zunächst solltest du dir Gedanken darüber machen, welches Ziel für dich persönlich sinnvoll ist (siehe auch „Reduzieren oder Ausstieg aus dem Konsum?“). Es empfiehlt sich, das Ziel aufzuschreiben, damit du es dir immer wieder vergegenwärtigen kannst. Du kannst dir ein übergeordnetes Ziel setzen, z. B. „Ich will weniger kiffen“.
    Außerdem ist es wichtig, sich konkrete Zwischen-Ziele zu formulieren. Denn bei dem globalen Ziel wirst du in einer konkreten Situation möglicherweise das Problem haben, zu entscheiden, ob jetzt die Gelegenheit ist, in der es okay ist, zu kiffen oder nicht. Konkrete Ziele zeichnen sich dadurch aus, dass sich konkretes Verhalten ableiten lässt. So ist beispielsweise bei dem Ziel „Ich will nur noch am Wochenende kiffen“ völlig klar, dass man sich in der Woche nicht erlaubt, zu kiffen. Du kannst bei konkreten Zielen demnach überprüfen, ob du sie erreicht hast oder nicht.
  • Reste entfernen: Wenn dein übergeordnetes Ziel lautet: „Ich will aufhören zu kiffen“, dann solltest du die letzten Haschisch- oder Grasreste wegwerfen und alle Konsumutensilien aus deiner Wohnung entfernen. Alles, was dich an das Kiffen erinnert, birgt die Gefahr der Versuchung. Je weniger du damit konfrontiert wirst, umso besser. Auch wenn du nur reduzieren willst, ist es sinnvoll, keine Vorräte im Haus zu haben.
  • Keine Ersatzdrogen nehmen: Vermeide es, andere Drogen, Medikamente oder Alkohol anstelle von Cannabis zu konsumieren. Damit würdest du nur die Substanz austauschen, an deinen Konsumgewohnheiten aber nichts ändern.
  • Weniger Stimulanzien konsumieren: Cannabiskonsumierende haben oft Probleme, nüchtern einzuschlafen. Wenn das auf dich zutrifft, solltest du den Konsum von Kaffee, schwarzem und grünem Tee, Cola und Zigaretten vor dem Schlafengehen meiden.
  • Ausstieg aus dem Zigarettenrauchen in Erwägung ziehen: Es mag dir vielleicht schwierig vorkommen, auch noch das Rauchen aufzugeben. Oftmals ist das Tabakrauchen aber eng an das Kiffen gekoppelt. Rauchen erhöht dadurch das Risiko, doch wieder (mehr) zu kiffen.
  • Auf Entzugssymptome und Craving vorbereiten: Beim Absetzen des Konsums können unangenehme Entzugssymptome auftreten. Insbesondere das Craving – ein intensives Verlangen nach Konsum – kann belastend sein.
  • Kontrollstrategien entwickeln: Willensstärke alleine reicht oft nicht aus, um sein persönliches Ziel tatsächlich zu verwirklichen. Die Entwicklung von individuellen Kontrollstrategien kann helfen, den Konsum in den Griff zu bekommen:

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Userbericht

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Die tägliche Reflexion und die Rückmeldungen sind sehr bestärkend.
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