Veränderung von Konsumverhalten

Um den Konsum von Cannabis in den Griff zu kriegen, muss man lernen, auf Cannabis zu verzichten oder den Konsum stärker zu kontrollieren. Dieser Lernprozess verläuft in der Regel über mehrere Stadien:

  • Vorbereitung: Die Entscheidung, etwas zu verändern, ist gereift und es kommt zu einem Entschluss. Erste Schritte werden unternommen, beispielsweise auf Internetseiten surfen, die darüber informieren, wie man seinen Konsum reduzieren kann. In dieser Phase ist eine ausreichende Motivation wichtig, um den nächsten Schritt zu beginnen.
  • Handlung: Der Entschluss, etwas zu ändern, wird umgesetzt. Dazu ist zunächst die Frage zu klären, ob der Konsum reduziert oder ganz eingestellt werden soll. Die stufenweise Reduzierung oder der Ausstieg kann ein paar Tage oder Wochen andauern und geht über in die Phase der Aufrechterhaltung.
  • Aufrechterhaltung: Die reine „Willensstärke“ reicht meist nicht aus, um das angezielte Verhalten dauerhaft aufrechtzuerhalten. In der Folge gewinnen daher Kontrollstrategien an Bedeutung. Denn es gibt verschiedene Hürden, die es zu überwinden gilt, wie Entzugssymptome oder Risikosituationen. Vor allem Risikosituationen müssen zunächst als solche erkannt werden, um passende Kontrollstrategien entwickeln zu können.
  • „Fine-Tuning“: Anfangs greifen die Kontrollstrategien noch nicht so effektiv; es kommt zu Rückfällen in alte Konsumgewohnheiten. Dies sind normale, zu erwartende Ereignisse. Es gehört zum Veränderungsprozess, daraus zu lernen und seine Kontrollstrategien zu verfeinern, um zukünftig besser gewappnet zu sein.

zurück

Userbericht

Vanoy

22 Jahre

männlich

Dadurch, dass ich durch das Programm größtenteils nüchtern war, habe ich wirklich die positiven Auswirkungen kennengelernt.
[... mehr]