Cannabisabhängigkeit

Die meisten Konsumenten und Konsumentinnen kiffen nur gelegentlich und stellen ihren Konsum nach einer Weile wieder ein. Ein Teil von ihnen kifft jedoch täglich. Täglicher Konsum birgt jedoch das Risiko eine Abhängigkeit von Cannabis zu entwickeln. Die Betroffenen erleben das oft als belastend, weil sie vieles nicht mehr „auf die Reihe kriegen“. Doch trotz zunehmend negativer Folgen schaffen sie es nicht, den Konsum einzustellen oder zu reduzieren.

Ob sich eine Abhängigkeit aus dem Kiffen entwickelt, ist unter anderem von folgenden Faktoren abhängig:

  • Psycho-soziale Risikofaktoren spielen eine wichtige Rolle. So hat die Forschung gezeigt, dass abhängige Konsumenten häufiger psychische Probleme aufweisen, wobei diese sowohl Ursache als auch Folge der Abhängigkeit sein können. Das Kiffen wird dann möglicherweise dazu benutzt, um Unangenehmes angenehmer zu machen, mit der Folge, dass die Lust und Fähigkeit verloren geht, Probleme auf konstruktive Weise anzugehen.
  • Ein weiterer Risikofaktor ist das Lebensalter. Je früher jemand anfängt zu kiffen, desto höher ist das Risiko, später einen problematischen Konsum zu entwickeln.
  • Einen unmittelbaren Einfluss auf die Risiken hat vor allem das Konsummuster. Der Konsum kann sich bei Personen, die ein „hartes“ Konsummuster betreiben – also täglich kiffen und ihre Tagesgestaltung stark nach dem Konsum ausrichten – eher zum Problem entwickeln, als bei Konsumentinnen und Konsumenten, die nur ab und zu kiffen („weiches“ Konsummuster). Aus einem zunächst gelegentlichen Konsum kann sich ein „hartes“ Konsummuster entwickeln.

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Userbericht

MedizinMann

30 Jahre

männlich

Man realisiert einfach besser, wie man sich selbst immer wieder bescheißt.
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