Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Matia

30 Jahre

weiblich

Mir persönlich hat vor allem das Lesen der verschiedenen Berichte im Forum geholfen.
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Che

24 Jahre

weiblich

Was mir sehr geholfen hat, war das Forum.
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MaryjanesSohn

19 Jahre

männlich

Suche Ablenkung und anderweitige Beschäftigung.
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rega

44 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    27 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Die Unvereinbarkeit zwischen meiner Lebensphilosophie und der Abhängigkeit hat sich schon seit Längerem gezeigt (...dies stellte meine dritte Runde bei QtS dar...). Dass mich mein Sohn mit 200 Sachen in die Wand fahren ließ, da er mir in Bezug auf den Tabakkonsum deutlich aufzeigte, wie doof es ist, seine Gesundheit und sein ganzes Leben an eine Sucht zu verkaufen, hat mir den Arschtritt und Schub gegeben, mich meinen Süchten (Gras und Tabak) zu stellen.

Stark im Vordergrund stand denn zudem auch, dass ich meinen Kindern keinen dauerbekifften Vater mehr zumuten mochte. Meine veränderten persönlichen Umstände (im Gegensatz zu den vergangenen Versuchen des Aufhörens) gaben mir auch das notwendige Setting, um mich nicht nur mit Motivation und Wille, sondern auch mit starkem Boden der Aufgabe zu stellen.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
2 Wochen nach Beendigung des Programms habe ich einen Zug eines Pur-Joints (ja, das ist für mich wichtig, da der Wille zum Bleibenlassen des Tabaks sehr stark ist) genommen. Dieser Konsum hat mir gezeigt, dass ich verletzlich bin und mir das Sucht-Teufelchen noch stark in die Quere kommt. Jedoch fühle ich mich dadurch (auch) gestärkt, so dass ich seit diesem Zeitpunkt klar bei meinem Entschluss des Aufhörens geblieben bin und mir klar bin, dass ich mich weiterhin klar und mit Wille gegen den Konsum stellen muss.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Da ich das Programm schon von vergangenen Teilnahmen kannte, war für mich bereits bei Beginn klar, was ich vom Programm nutzen möchte. So waren für mich insbesondere das Feedback, der Austausch, der Kontakt mit meiner Beraterin sehr wertvoll. Denn die Direktheit, die Offenheit, welche sie an den Tag legte, mich mit meinen schizophrenen Gedanken, meinen suchtgesteuerten Verniedlichungen konfrontierte, löste viel an Selbstreflexion aus (Allerliebsten Dank an die Beraterin!).

Die aktive Teilnahme im Forum war für mich von Beginn an klar und gesucht. Das verstärkte öffentliche Commitment und der Austausch mit Menschen, welche in demselben Boot schippern, führte dazu, dass ich mich mit meiner Lage, meinem Vorhaben auseinandersetzte, aber ohne (im Gegensatz zu den letzten Versuchen) alles überzustrapazieren und mich in Selbstmitleid zu suhlen, sondern eher anderen und damit sich selbst Mut zu machen.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Reden mit Leuten und das Vorhaben öffentlich zu machen. Aktivität jeglicher Art - Sport, Projekte, unter Leute gehen...

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Schau zu deinen Umständen! Bringe deine Umgebung in Ordnung und mach dich dadurch stark, um dich mit der Beendigung deiner Sucht zu konfrontieren. Ganz oder gar nicht - inklusive Tabak. Füttere dein Suchthirn nicht unnötigerweise mit kleinen Zückerchen, sondern entziehe ihm jede Grundlage, um der Sucht nicht wieder Zunder zu geben.


MaryJane

40 Jahre

weiblich

Ich sollte den Entzug wie einen lästigen Schnupfen betrachten: unangenehm, aber geht vorüber.
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