Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Jevil83

34 Jahre

weiblich

Ganz aufhören ist das Beste!!!
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Gorilla84

33 Jahre

männlich

Das Gefühl, Bericht ablegen zu "müssen" hat einen davon abgehalten, zum Joint zu greifen.
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wintermute

39 Jahre

männlich

Das Programm hat mir geholfen meine Konsumprobleme zu verstehen und Lösungen zu finden.
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Ballistic

28 Jahre

männlich

Ich hatte keine Lust mehr, tagtäglich stoned zu sein.
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Peter P.

32 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    15 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Ganz bewusst hab ich mich eigentlich nicht dafür entschieden. Ich hab aufgehört zu Rauchen und Cannabis mit Tabak zu mischen. Danach nur noch auf niedriger Temperatur mit Vaporizer konsumiert. Dadurch allein hat sich schon wahnsinnig was getan. Hab vereinzelnd Tage aufgehört zu konsumieren und mir dann vorgenommen über einen gewissen Zeitraum zu pausieren. Um mir dabei Unterstützung, aber auch eine gewissen Verpflichtung zu holen, hab ich mich hier angemeldet. Ich denke der eigentliche Punkt, die gesamte Zeit ohne Cannabis durchzuziehen, war, es mir selbst zu beweisen, dass ich es schaffe und diese Pflanze nicht mein Leben bestimmt.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Ich hab seit dem Beginn hier nichts mehr konsumiert. Ob das so für immer bleibt, weiß ich auch nicht. Aber an dieser Stelle noch mal etwas ganz deutlich: Aufhören zu kiffen wird euch nicht von euren Problemen erlösen. Ihr werdet nicht wie durch Wunderhand ein anderer Mensch und alles wird 1000-mal besser. Durch den Verzicht wacht ihr nur endlich auf und habt die Chance, euch und euer Leben wieder selber in die Hand zu nehmen und eine andere Richtung einzuschlagen. Ihr könnt endlich Dinge aufarbeiten, die ihr Jahre lang mit dem grünen Kraut beiseite geschoben habt.

Besonders: Das alles ist nicht leicht. Für mich war der Verzicht eigentlich im gesamten das Einfachste. Mein wieder funktionierendes Gehirn und die dadurch resultierende Veränderung ist das, was mir bis heute zu schaffen macht.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Es war eine Verpflichtung und auch ein Ansporn es tatsächlich anzugehen. Wer weiß, ohne würde ich mit Sicherheit immer noch mehr oder weniger konsumieren.

Das Beste ist aber die Beratung im Hintergrund und das Feedback. Das ganze ist hier keine persönliche Therapie, aber alleine die Gewissheit, dass das Tagebuch mitgelesen wird, hat mir unglaublich geholfen. Ich war nicht alleine und ich konnte mir selbst und einem Dritten, der mit mir den ganzen Weg gegangen ist, beweisen, dass ich es schaffe.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Ablenkung! Ihr müsst weg und raus aus eurem grünen Alltag. Da ich beruflich sehr stark gefordert bin, hab ich sowieso immer nur abends Zeit für den Konsum gehabt. Daher musste ich immer nur den Abend meistern. Wenn ihr den ganzen Tag auf der Couch gammelt, wird das natürlich um so schwerer, nicht zu kiffen.

Auch wenn das hier wahrscheinlich nicht so gut ankommt: Ich hatte trotz anderer Empfehlung nicht mein ganzes Gras vernichtet. Genau das hat mir am Anfang echt geholfen nicht komplett durchzudrehen. Jeder von euch kennt das Gefühl, nichts zu rauchen zu haben, aber zu wollen. Viel einfacher ist es, aus eigenem Willen darauf zu verzichten und nicht, weil der Rohstoff nicht da ist.

Noch mal: Das gilt mit Sicherheit nicht für jeden!!! Aber bei mir hat es nun mal funktioniert. Auch hat es mir sehr geholfen, meine Gefühle rauszulassen. Nutzt intensiv das Tagebuch und geht auch ruhig mal ne Runde flennen. Ich hab ne Menge geheult in der Zeit. Hat aber gewirkt. Schluckt das nicht runter, sondern macht euch Luft. Gerade in den ersten Wochen hatte ich wahnsinnige Emotionen.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Das wurde hier schon mal geschrieben und wie ich finde auch viel zu wenig beachtet: Lasst die Finger vom Tabak! Dieses verdammte Nikotin bzw. das Rauchen loszuwerden (2 Monate vor dem Cannabisentzug) war echt nicht einfach, aber es hat sich gelohnt! Das ganze Konsumverhalten hat sich verändert. Der Flash hat sich verändert. Ich hab nach einer gewissen Zeit nicht mehr wie die letzten 10 Jahre jeden Abend gekifft, sondern bin tatsächlich einfach ins Bett gegangen. Das wäre vor einem halben Jahr noch unvorstellbar gewesen. Ohne den Vapo und den Tabakverzicht hätte ich nicht mal ansatzweise ans Aufhören gedacht. Auch das hier muss nicht für jeden gelten, aber probiert es wenigstens mal aus. Der Umstieg ist nicht einfach, aber bei mir zumindest hat es viel Gewohnheit auf den Kopf gedreht.