Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

MaryJane

40 Jahre

weiblich

Ich sollte den Entzug wie einen lästigen Schnupfen betrachten: unangenehm, aber geht vorüber.
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Ste

21 Jahre

weiblich

Das Tagebuch hat mir sehr geholfen, mich selbst zu reflektieren.
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Elektron

18 Jahre

männlich

Vertraut auf euch selbst, aber vielleicht hilft euch ja Quit the Shit.
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GINNY

37 Jahre

weiblich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    29 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Ich habe - auch dank Feedback von Freund•innen - bemerkt, dass ich die Kontrolle über meinen Konsum verloren hatte. Mein ganzer Tag war um das Kiffen herum organisiert. Mir war immer wichtig, nicht bekifft am Straßenverkehr teilzunehmen. Als ich diese Regel selbst aufgelöst habe und damit andere Menschen mit meiner Sucht gefährdet habe, habe ich eingesehen, dass sich etwas ändern muss.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Ich bin abstinent, habe mein Leben neu organisiert, Freundschaften mit kiffenden Menschen abgebrochen und möchte mindestens ein halbes Jahr komplett abstinent bleiben.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Ich hatte immer eine Möglichkeit, etwas anderes zu machen als zu kiffen. Ich hatte durch das Programm viele Möglichkeiten, mein Verhalten zu reflektieren und Ideen zu finden, was ich verändern kann. Während meiner Rückfälle konnte ich mit dem Berater chatten und diese positive nutzen. Vor allem konnte ich mir selbst verzeihen.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Freund•innen, die meine Utensilien in Verwahrung genommen, mich abgelenkt und bestärkt haben.
Malbücher für Erwachsene. Das klingt bescheuert, aber lenkt super ab, wenn das Verlangen zu groß wird.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Verzeiht euch selber. Es ist nicht schlimm, Suchtverhalten entwickelt zu haben. Der Konsum hat eine Funktion, sonst würden wir es nicht machen. Darin zu verharren und sich einzureden, dass es kein Problem gibt, ist aber nicht das, was uns gut tut. Nutzt alle Ressourcen, die ihr habt. Seid ehrlich zu euch selbst und der/dem Berater•in. Genießt die Klarheit, die ihr nach spätestens einer Woche habt und nutzt sie. Verlasst die eigenen vier Wände. Ob Pflanzen, Bäume, Denkmäler, Graffitis, Menschen... sucht euch etwas, dass ihr euch anguckt, wenn ihr klar seid. Ihr werdet sehen, wie sehr sich eure Wahrnehmung verändert und ihr zunehmend mehr Details findet und genießt, nicht im Nebel zu sein. Wenn der Nebel fehlt, um abzuschalten: Es gibt sicher irgendeine (nicht schädliche) Sache, die euch begeistert. Macht davon so viel, wie ihr könnt, immer wenn das Verlangen kommt. Seid stolz auf jeden kleinen Schritt, aber bleibt nicht stehen. Ab und zu kiffen ist okay, aber es darf nicht euer Leben kontrollieren, dafür seid ihr zu wertvoll!


Sammy

26 Jahre

männlich

Ich habe wieder mit dem Sport angefangen, das hat mir geholfen, meine Zeit gut auszufüllen.
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