Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Tommy

24 Jahre

männlich

Die täglichen Einträge waren sehr gut für die Selbstkontrolle.
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Zqnce

39 Jahre

männlich

Aufhören ist das Beste.
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AnnyQuit

26 Jahre

weiblich

Es war unfassbar einfach... Wenn man es will!
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weedy66

51 Jahre

männlich

Es war gut, jemanden zu haben, der "von aussen" drauf guckt und Rückmeldungen zu den Tagebucheinträgen gibt.
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davids

23 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    30 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Ich habe das Kiffen erstmal ganz aufgegeben. Den einzigen tatsächlichen Grund kann ich nicht ausmachen. Ich bin aus meiner WG rausgefolgen, hatte meine Ersparnisse aufgebraucht, mein Studium aufgegeben und konsumierte fast nur noch. Ich habe mir die Frage gestellt: Wie lange willst du dieses Leben noch leben? Was muss passieren, damit du aufhörst? Es war mir klar, dass ich so nicht lange weiter leben kann. Ich habe nur sehr lange Zeit den Punkt des Aufhörens hinausgezögert, weil ich immer nach dem perfekten Ende gesucht habe, noch einmal das schönste High erleben. Das war am nächsten Morgen aber schnell vergessen. Irgendwann habe ich dann eingesehen, dass es kein perfektes letztes Mal geben wird.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Ich bin von 5 Gramm am Tag runter auf Nulltoleranz und fahre damit jetzt am besten. So bin ich 4 Monate kiffrei, die längste Phase seit 4 Jahren. Ich habe im Jahr 2017 vier Mal versucht aufzuhören. Nach 5-6 Wochen habe ich dann versucht, unter bestimmten festen Regeln kontrolliert zu kiffen. Das hat für mich nie funktioniert.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Mir hat die Tagebuchfunktion geholfen und das Wissen, dass da jemand mitliest, auch wenn der Berater nicht super genau auf jedes Detail eingehen konnte. Mir hat der fixe Termin geholfen, um einen Startpunkt zu setzten, und mir haben auch die Chats geholfen. Ich habe keine wahnsinnig neuen Tipps bekommen, aber ich hatte das Gefühl, ich enttäusche nicht nur mich, wenn ich wieder anfange, sondern auch den Berater bzw. hat es mich stolz gemacht, von meinen Erfolgen erzählen zu können (mein Umfeld war nach dem vierten Versuch nicht mehr ganz so positiv gestimmt). Auch die Aufgaben haben mir geholfen.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Ich musste nach einem Monat zwangsmäßig mein Umfeld ändern und in einen neuen Stadtteil ziehen, was mir geholfen hat. Ich verbinde mit den meisten Orten in meiner alten Umgebung das Kiffen. Ich habe generell versucht, den Erinnerungen aus dem Wege zu gehen, z. B. habe ich nicht mehr die gleiche Musik gehört. Das geht erst jetzt wieder.

Ich wusste, dass ich mit der Sucht nicht ewig weiterleben möchte und ich wusste, dass ich nicht kontrolliert weiterrauchen kann. Da gab es dann nicht viele Möglichkeiten. Nach ein paar Tagen habe ich mich immer an die harten ersten Wochen erinnert und mir gesagt: Das willste nicht nochmal durchmachen müssen.

Ich habe es natürlich auch meinen Freunden und meiner Familie erzählt. Ich habe versucht, die großen neuen Lücken mit neuen Hobbys und Freunden zu füllen. Sport ist immer eine gute Sache und dient mir als gesünderer Suchtersatz.

Ich habe Fotos und Protokolle aus den letzten Kifftagen, die mich an die Zeit erinnern, weil man das ganze Negative so schnell wieder vergisst.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Ich würde, wenn ihr so süchtig seid wie ich, ganz aufhören. Und passt auf, dass ihr die Sucht nicht einfach verlagert. Oft ist die Grassucht nur ein Symptom. Werdet erstmal die Sucht los und sucht dann aber auch nach den eigentlichen Gründen, warum du dich so stark betäuben musstest. Bei mir war es wahrscheinlich die Verzweiflung, weil ich nicht wusste, was aus mir beruflich werden soll. Jetzt verdränge ich das Problem nicht mehr, sondern gehe es an.