Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Luna21874

44 Jahre

weiblich

Ich bin der Meinung, dass weniger kiffen nicht funktioniert.
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ævel

21 Jahre

männlich

Alleine schon für sich das Ganze aufzuschreiben hilft enorm.
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Utopia

32 Jahre

weiblich

QTS ist eine super Unterstützung, den Willen auch tatsächlich in die Tat umzusetzen.
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Bragi

33 Jahre

männlich

Die tägliche Auseinandersetzung mit mir selbst hat mir sehr geholfen.
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Person des öffentlichen Lebens

36 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    26 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Ich habe zusammen mit meiner Freundin ein Haus gekauft und daher mehr Verantwortung zu tragen. Zudem habe ich eine zunehmende Toleranz gegenüber THC festgestellt. Letztlich kann einem Erwachsenen keiner etwas verbieten und so sah ich mich selbst in der Rolle desjenigen, welcher den Konsum begrenzen muss.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Ich habe tatsächlich nach Abwägung von Pro und Contra ganz aufgehört zu kiffen. 3 Monate vollkommene Karenz sind mein Ziel und danach nur noch zu besonderen Anlässen, um diese Substanz in ihrer Wirkung auch gescheit zu würdigen. Gewohnheitskiffen ist kein Genuss, da muss man sich nichts vormachen.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Dass ich jetzt wieder Regisseur statt Protagonist bin, das verdanke ich mir selbst sowie vielen UnterstützerInnen. Mein Berater/Coach bei Quit the Shit hat anders als die anderen aber kein persönliches Interesse an mir, da er nicht zu meinem Umfeld gehört. Dieser Umstand war sehr hilfreich, denn so konnte er mir ganz objektiv meine Situation spiegeln und Impulse geben. Die Begleitung durch das Tagebuch war ebenfalls hilfreich, da ich mich so regelmäßig ganz klar reflektiert habe.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Mir haben meine Freundin, meine Familie und meine Freunde sehr geholfen. Selbst meine "Kifferfreunde" haben nach anfänglichem Unmut akzeptiert, dass ich jetzt nicht mehr mitmache. Ich habe weniger Verachtung und Mitleid als tatsächlich Bewunderung geerntet. Auch wenn mein Aufhören intrinsisch motiviert war, war das doch ein toller Nebeneffekt. Manche sind dem Beispiel sogar ein Stück weit gefolgt, was mich auch freut (jeder ist irgendwie "Influencer" ;). Last, but not least: Sport. Sport ist meine Ersatzbefriedigung. Da ich zu Exzessen neige, investiere ich nun noch mehr Energie in meine sportlichen Aktivitäten als zuvor. Auch als Kiffer habe ich täglich Sport getrieben, aber jetzt hat der Sport einen anderen Stellenwert erhalten und ist frei von der Verknüpfung mit dem Kiffen (man glaubt kaum, wie viele Sportler konsumieren).

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Ich empfehle ganz klar einen bewussten Konsum, wenn man sich nicht vorstellen kann, es ganz sein zu lassen. Den eigenen Konsum im Blick zu behalten, ohne zwanghaft neurotisch dabei zu werden, das halte ich persönlich für gesund. Als erstes sollte man sich darüber klar werden, warum man überhaupt kifft. Die Antwort lässt dann vielleicht auch andere Wege zum Vorschein kommen. Außerdem habe ich selbst davon profitiert, dass ich mit mir selber kompromisslos war. Das hat mich, trotz oder gerade wegen der einen oder anderen schwierigen Situation, persönlich gestärkt. Ziel setzen, Ziel erreichen. Nur man selbst kann sich von seinem Weg abbringen; niemand kann einen zu irgendetwas zwingen. Ein Tipp noch: Das eigene Gehirn kann einem durch sein Belohnungsstreben schon gut manipulieren. In solchen Fällen habe ich dann aufgehört, mit mir selbst zu diskutieren. Nach circa 1 Woche war dieses Problem gelöst. Man kann sich schnell selbst erziehen - zum Glück!