Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Sabina

37 Jahre

weiblich

Stark sein und es einfach lassen.
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Tubs

42 Jahre

männlich

Man muss seine Sucht durch andere Beschäftigungen ersetzen. Bei mir ist das sehr viel Sport, das erzeugt ebenfalls Glückshormone!
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Alien

26 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    30 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Die Entfremdung von der Realität. Bin generell ein kopflastiger Mensch. Durch das Gras konnte ich mich noch tiefer in meine Gedankenwelten fallen lassen, was angenehm war. Seitdem ich aber merke, wie mein Gedächtnis schlechter wird, alles miteinander verschwimmt und es insbesondere zu zu wenig Realisierung der Traumwelten in der echten Welt kommt, kann ich diesen Rückzug nicht mehr richtig genießen, sondern mache mir während des Konsums oft Vorwürfe und peinige mich selbst dafür, wieder dumm auf der Couch zu liegen, statt das Leben anzugreifen und zu leben, wie ich es mir wünsche. Der Umstieg von wohligem Rückzugsort zum angsterfülltem Loch der eigenen Seele ist dem Körper oder der Sucht/Gewohnheit schwierig beizubringen. Aus dieser Situation ergab sich der Wunsch, den Konsum vorerst ganz einzustellen. Langfristig, mit Blick auf bessere Zeiten, schließe ich den Konsum aber nicht gänzlich aus.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Deutlich reduziert, seit Ende des Tagebuchs 3-mal statt vorm Tagebuch täglich. Dafür intensivere Wirkung beim Konsum bis zu unangenehmer Dichtheit. Das Grundproblem der Maßlosigkeit beim Konsum ist definitiv noch nicht behoben. Insbesondere in unangenehmen Situationen nehme ich Ängste intensiver wahr. Die Auseinandersetzung mit solchen Situationen beschäftigt mich über den Konsum hinaus. Fraglich ist, ob diese Ängste grundsätzlich vorhanden und verstärkt werden oder ob der Konsum mich in neue ungekannte Ängste treibt.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Für meinen Geschmack zu wenig konkrete, persönliche Hilfe. Der Chat ist unpersönlich und durch intransparente Ziele des Betreuers wirkten erstmalig vereinbarte Ziele eher kurz vor Ende der Zeit aufgedrückt als gemeinsam als gut und erreichbar befunden. Außerdem ist der Zeitraum von einem Monat viel zu kurz. Wer tatsächlich mit einer Sucht, die meiner Erfahrung nach selten allein von der Substanz ausgeht als eher von der psychischen Situation des Süchtigen, zu kämpfen hat, für denjenigen ist ein Monat Programm höchstens als Anfang einer langen Reise zu werten. Das Tagebuch hilft erst in der Retrospektive, als Überblick und zur Wahrnehmung von Verbesserung/Verschlechterung im Konsumverhalten. Um die umfassenden Einträge zu berechtigen müsste der Betreuer jedoch deutlich genauer auf die einzelnen Tage eingehen. Ich selbst habe keinen Blick mehr in einzelne Tagebucheinträge geworfen, weshalb mir der Aufwand insgesamt als zu hoch erscheint. Die Übungen zur Auseinandersetzung mit der Sucht und seiner eigenen Person hingegen ermutigen zur Reflektion, was mir am ehesten geholfen hat.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Drogen außerhalb der eigenen Reichweite aufbewahren bzw. sich aus dem entsprechenden Umfeld zurückziehen und sich nicht der Versuchung aussetzen.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Siehe 4. + alternative Aktivitäten/Freunde suchen bzw konkrete Verabredung ohne Konsum vereinbaren.


HighofLife

21 Jahre

männlich

Ich lebte in meiner eigenen Welt und schaute zu, wie das Leben an mir vorbei flog.
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Emm

40 Jahre

männlich

Ich musste kiffen, um mich halbwegs normal und gut zu fühlen.
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