Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Aresa

29 Jahre

weiblich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    12 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Ich habe 16 Jahre lang gekifft und wollte einfach mal aufhören und schauen, wie mein Alltag aussieht ohne. Ich habe zwar die meiste Zeit leidenschaftlich gerne gekifft, aber es hat mich doch auch immer wieder in meinem Leben eingeschränkt: Meistens "benebelt", oft Dinge aufgeschoben, oft Diskussionen mit meinem Freund gehabt, Unsicherheiten mit mir selbst, immer wieder auf der Suche nach Nachschub und dann die Unsummen, die dafür drauf gegangen sind. Es war einfach mal Zeit für einen Break.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Ich habe seit drei Monaten von einem auf den anderen Tag gar nicht mehr gekifft. Nicht ein einziges Mal an einer Tüte gezogen, trotz unzähliger Triggersituationen und einem weiter fröhlich kiffenden Freundeskreis. Fühle mich echt sehr stabil in meinem Entschluss. Werde aber irgendwann vielleicht auch mal wieder ab und an kiffen, wenn ich wirklich Lust darauf habe oder mal auf einer Party oder so bin - aber ich möchte nie mehr dahin zurück, wie es mal war.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Das Programm hat mich sehr positiv unterstützt in meinem Vorhaben. Ich hab viel positiven Rückenwind bekommen von meinem Berater, der nicht "bewahrpädagogisch" unterwegs war, sondern mich einfach ermutigt und positiv verstärkt hat. Die Rückmeldungen waren echt toll und haben mir auch viel über mich selbst erzählt. Habe auch über viele andere "Probleme" mit ihm geschrieben und nach Lösungen gesucht. Am meisten aber hat mir geholfen, dass ich mich wirklich intensiv mit meiner Kifferbiographie befasst und eine Komplettanamnese gemacht habe - also wirklich schriftlich reflektiert und mir Ziele gesetzt habe. Ich glaube, ich hätte es vielleicht auch ohne das Programm geschafft, aber dadurch hat mein Vorhaben doch schon eine ganz andere Ernsthaftigkeit bekommen. Und die Gefahr, doch in irgendeiner Situation rückfällig zu werden, war deutlich geringer. Ich wusste ja: Da ist mein Tagebuch und mein Berater, dem ich jeden Tag berichte, wie es läuft.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Mein starker Wille, das jetzt einfach knallhart durchzuziehen. Mein Umfeld, das zwar großteils kifft, aber mich trotzdem echt unterstützt hat und mir viele positive Rückmeldungen gegeben hat. Einige haben mir Hardcorekifferin das nämlich so am Ende doch nicht zugetraut.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Glaubt einfach fest an euch und euer Vorhaben. Setzt euch klare Ziele und beweist euch (und vielleicht auch anderen), dass ihr stärker seid, als ihr das je geglaubt habt. Lasst euch von nichts und niemandem - und vor allem nicht von eurem inneren Schweinehund, der ist der fieseste - davon abbringen. Ich bin echt überzeugt, dass das jede/r schaffen kann. Aber: Man muss es wollen - und zwar von sich aus und nur für sich selbst. Ich wollte nie eine militante Antikifferin werden (Und bin ich auch nicht. Ich finde nach wie vor, Kiffen hat seine Berechtigung, wenn man drauf klar kommt, und es gehört aus dutzenden Gründen endlich legalisiert. Ich habe auch nicht meinen Freundeskreis gewechselt oder andere missioniert. Oder sonst irgendeinen Schwachsinn. Ich habe das einfach für mich selbst gemacht.).

Die erste Zeit war irgendwie komisch, aber das geht doch echt schnell vorüber. Ich habe es mir selbst vorgenommen, hatte aber richtig Angst davor, habe wirklich sehr viel (viele Jahre lang leidenschaftlich, täglich und in rauen Mengen) gekifft. Jetzt stelle ich fest: Das Aufhören hat sich gelohnt. Ich fühle mich befreiter, mutiger, selbstsicherer, unternehmungslustiger, fitter und und und - lauter positive Attitudes. Und ich bin auch stolz auf mich :). Ich wünsche allen viel Erfolg!


MikaMi

31 Jahre

weiblich

Ich hatte keinen richtigen Lebensinhalt mehr und habe mich unwohl gefühlt.
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Curly

39 Jahre

weiblich

Ich brauchte das Programm in erster Linie als Kontrollinstrument.
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Piu

24 Jahre

weiblich

Der Anfang ist hart und es wird verdammt beschissene Tage geben …
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MarioSf

57 Jahre

männlich

Vor allem die Chats waren sehr gut.
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