Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Antonia

33 Jahre

weiblich

Ganz aufhören ist einfacher, da spart man sich die ständige Diskussion mit sich selbst.
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jonathan

52 Jahre

männlich

Der Leidensdruck war zu groß.
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Morty

26 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    27 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Nach 10 Jahren Konsum als Heavy-User und vielen vertanen Lebensstunden, hatte ich schon länger nicht mehr wirklich Spaß am Kiffen. Rauchte nur noch, um mich zu betäuben. Probleme im Studium und Sozialleben belasteten mich außerdem.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Bin seit beinahe 3 Monaten komplett konsumfrei und das nach 10 Jahren Dauerkonsum. Es klingt immer platt, aber wenn ich es schaffe, kannst du es auch! Denke selten bis gar nicht ans Kiffen. Kann auch wieder mit Kiffern verkehren. Anfängliche Schlafprobleme vergingen zügig, empfehle im schlimmsten Fall mal eine Doxylamin am Anfang zu nehmen (Schlaftablette ohne Rezept). Habe außerdem meinen Konsum anderer Drogen beendet, um nicht auf ein neues Pferd umzusatteln.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Das Verfassen des Tagebuchs erzeugt eine gewisse "Bringschuld" gegenüber dem Berater/der Beraterin. Kurz gesagt: Du bist mit deinem Problem nicht mehr alleine. Falls die eine oder andere Übung dir banal vorkommt: Kann gut sein, vielleicht ist sie auch wirklich nichts für dich. Überlege aber folgendes: Warum habe ich mich hier angemeldet, warum will ich nicht mehr kiffen, auch wenn das Programm nicht für alles eine perfekte Antwort parat hat. So ist es leider generell mit therapeutischen Angeboten. Die Arbeit beginnt und endet bei einem selbst. Willenskraft ist das A und O, auch wenn viele von uns sich die ganz schön klein gekifft haben über die Jahre.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Freunde, mittlerweile wieder Sport (wenn in meinem Fall auch unregelmäßig), neue Aktivitäten suchen, neue Leute kennenlernen, Familienzeit zum Erholen und Abschalten. Aber schlussendlich hauptsächlich mein Wunsch nach einem neuen Leben ohne Gras.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Ist super hart, es zu lassen, gerade wenn der Freundeskreis nur aus Konsumenten besteht und wenn man sein Leben jahrelang über die Droge definiert hat, wenn sie identitätsstiftend für einen war. Gebt nicht auf, ist mein zweiter Versuch innerhalb von 4 Jahren hier im Programm und diesmal ist mir der Absprung (natürlich vorerst) geglückt. Lasst euch nicht unterkriegen, bin in den ersten paar Wochen mehrmals rückfällig geworden und habe dann nochmal, um zwei Wochen verlängert. Gebt nicht auf, denkt daran, warum ihr das macht und was euch dazu angetrieben hat, aufhören oder reduzieren zu wollen (bin und bleibe der Meinung aufhören ist besser, ich kenne persönlich niemanden, bei dem ab und zu auf Dauer funktioniert. Irgendwann sitzen sie doch wieder jeden Tag mit nem Zwanni da) Pathetisch wie es auch ist: Liebt euch selber. Bringt nix, über verflossene Milch zu klagen und nutzt diese Möglichkeit wieder Herr/in im eigenen Haus zu werden. Good Luck und viel Erfolg bei eurem Bestreben!!


Roni

40 Jahre

weiblich

Keine Lust mehr, nach 20 Jahren abhängig zu sein.
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Juli

23 Jahre

weiblich

Wer noch gar keine Gedankenarbeit geleistet hat, hat einiges zu entdecken.
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