Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

wintermute

39 Jahre

männlich

Das Programm hat mir geholfen meine Konsumprobleme zu verstehen und Lösungen zu finden.
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Ballistic

28 Jahre

männlich

Ich hatte keine Lust mehr, tagtäglich stoned zu sein.
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Peter P.

32 Jahre

männlich

Ablenkung! Ihr müsst weg und raus aus eurem grünen Alltag.
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Benne

32 Jahre

männlich

Die gestellten Aufgaben und Übungen fand ich sehr wirkungsvoll.
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Siebener

28 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    Ein Konsumtag in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Das habe ich beim Start von QtS geschrieben: Die Probleme verschwinden ja nicht. Es wird alles nur schlimmer. Die Lunge leidet. Der Geruchssinn leidet. Ich fange an, Dinge schnell zu erledigen, um möglichst schnell zum Kiffen zu kommen. Oder während des Besuchs bei Oma denk ich schon dran, wann es endlich vorbei ist und ich wieder Kiffen kann.
Der Tag ist scheiße und wird gut, wenn ich wieder Kiffe. (Stimmt aber nur in den Konsumphasen. Nach 3-4 Tagen Abstinenz ist der Tag auch so gut, dann kommen allerdings immer mal wieder üble Tage, aber auch das hört bald auf).
Kaum noch Freunde. Sportlich schlechter. Im Beruf verpeilt und unangenehm. Steuerberater-Prüfung nicht geschafft. Ayurvedischer Arzt meint, dass meine Schuppenflechte auch wg. Kiffen kommt. Hat er recht.
Führen eines ""Doppellebens"": Beruf nüchtern und Konsum verbergen. Freizeit oft dicht. Etwa 20.000,-- hat mich der Konsum in den letzten 3 Jahren gekostet. Nicht nur für Gras auch die medizinischen Kosten eingerechnet.
Mein Arbeitsspeicher im Kopf ist geringer. Auch bin ich nicht mehr so leistungsfähig, wie noch für einigen Jahren. Früher kam die volle Leistung nach 10 Tagen Abstinenz wieder. Jetzt ist es nicht mehr so. (Nachtrag: 3 Monate clean, mit 3 Konsumtagen vor 3 Wochen: Leistung noch nicht wieder da, wird aber immer besser.)
Keine Freundin.
Ich bin jemand geworden, der Ankündigungen macht und nicht einhalten kann wg. Kiffen. Viele merken es doch. Entweder denken sie, ich hätte an meinen nüchternen Tagen irgendwas Aufputschendes genommen oder eben sonst ein Downer. Wäre ja OK, wenn ich öffentlich zu meinem Konsum stehen würde (gestanden hätte).

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Hatte vor 3 Wochen einen Vorfall und habe 3 Tage hintereinander ein paar Joints jeweils geraucht. Es war wie ein Zwang. Es hat mir nochmal klargemacht, dass ich clean bleiben will. Das Leben ist nüchtern so geil :D :D, wenn man es erstmal durch die Anfangsphase (die ja einige Monate dauern kann) geschafft hat.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Unterstützung von meiner Betreuerin war mir sehr wichtig. Ich wusste, sie ließt alles, was ich schreibe und hilft mir. Dass ich "überwacht" werde, hat mir gerade in den ersten Wochen sehr geholfen. Auch die Risikosituationen aufzuschreiben war sehr hilfreich.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Sport, Meditation, mein bester Freund hat auch aufgehört. Endlich Sachen anpacken, die ich schon lange machen wollte.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Ganz aufhören ist am einfachsten. Ich weiß wie schwer es sein kann. Ich hatte nach einem Monat Abstinenz einen Tag, an dem ich (nicht übertrieben) alle 10 - 30 sek wirklich den gesamten wachen Tag dran gedacht habe, ob ich nicht wieder zu einem geregelten Konsum zurück kann. Das klang so verlockend. Jetzt bin ich so froh gar nicht mehr zu kiffen :D :D
Probiers aus. Mindestens 6 Monate. Und dann kannst du ja entscheiden, welches Leben besser ist.