Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Leon

22 Jahre

männlich

Ich empfand mein Leben als wertlos.
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Simon

20 Jahre

weiblich

Freunde, die einen dabei unterstützen, clean zu werden, sind das A und O.
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Grunge

29 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    30 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Das Erste, was den Ausschlag gab, kennen hier bestimmt einige: Es war sehr teuer. Der ganze Tagesablauf drehte sich nur noch um den Konsum von Gras. Aufstehen, Tüte rollen, rauchen, frühstücken, duschen, rollen, rauchen, ... Es wurden Joints anstatt Zigaretten geraucht, ohne ging nicht wirklich. Der Drang, einen zu rauchen, hat einen immer verfolgt. Das musste aufhören, 9 Jahre waren mehr als genug.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Ich habe jetzt seit 30+ Tagen gar kein THC zu mir genommen und bisher auch kein Verlangen danach.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Ich konnte leider nur 2 Wochen teilnehmen, da dann mein Rechner kaputt ging und mir das Geld für Ersatzteile fehlte. Aber schon diese Anfangsphase hat mir sehr geholfen, man macht sich eben bewusst, was es bedeutet, zu konsumieren und welche Vorteile es hätte, damit aufzuhören / es kontrollieren zu können.

Die Betreuung durch den Berater ist genial, auch wenn ich mir gerade am Anfang mehr Kontakt gewünscht hätte. Aber das ist wohl der Hilflosigkeit im Entzug geschuldet, denn im Nachhinein betrachtet, hätte es mir eventuell sogar eher geschadet, öfter über das Thema zu reden, da dann ja die Gedanken wieder auf das Gekiffe gelenkt werden. Die wöchentliche Rückmeldung war immer sehr ausführlich und ging tiefgründig auf das im Tagebuch Vermerkte ein. Also keine Standardantworten, wie ich es anfangs befürchtet hatte.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Da ich nach knapp 2 Wochen gezwungen war, alleine weiter zu machen, musste ich andere Sachen finden, die mir helfen konnten, wie Nicht-Kifferfreunden treffen, täglich frisch kochen und generell den Tag mit Beschäftigungen füllen, die in meiner Kifferzeit nicht vorhanden waren. So fehlte mir einfach die Zeit, etwas zu missen.

Auch habe ich meine Dealer darum gebeten, mir auf keinen Fall mehr was zu verkaufen, was die bis heute auch einhalten. Die meiden das Gekiffe sogar in meiner Gegenwart, man ist also nicht alleine, wenn man aufhören will und erfährt sogar Unterstützung von Leuten, von denen man dies anfangs nicht erwarten würde.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Vor dem Programm hier habe ich öfters probiert, das Kiffen nach einer Pause reduziert fortzusetzen und musste jedes Mal feststellen, dass ich nach einer kurzen Zeit wieder voll im alten Konsummuster gefangen war. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist zu reduzieren und das im Griff zu haben, aber man muss schon echt stark sein.

Überlegt euch, ob ihr es nicht ganz sein lasst. Man verpasst wirklich nichts, auch wenn es zuerst so erscheinen mag (nach der Arbeit mal eben so entspannen, klingt ganz verlockend oder mal eben zu Netflix einen rauchen, aber man kann das alles auch super ohne genießen). Ansonsten: Viel Erfolg! Hier wird euch super unter die Arme gegriffen.


Dorie07

31 Jahre

weiblich

Ich habe mich durchs Kiffen total abgesondert von Freunden, von der Familie und von Hobbys.
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GerhardGrau

26 Jahre

männlich

Macht euch klar, dass man nicht immer mit verwolktem Verstand leben muss.
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