Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Yasha

33 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    25 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Ich habe es als Einschränkung meiner Freiheit wahrgenommen, von einer Substanz abhängig zu sein, quasi "kiffen zu müssen", um psychisch ausgeglichen zu sein. Außerdem wollte ich meine Leistungsfähigkeit im Studium steigern und wieder ruhigen Gewissens mit dem Auto fahren können. THC hat mir am Ende mehr genommen, als es mir gegeben hat.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Super - ich habe seit meiner Teilnahme an dem Programm kein einziges Nanogramm THC konsumiert.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Das tägliche Tagebuch schreiben war eine enorme Hilfe. Ich konnte meine Motivation hinterfragen und verstärken. Es hat meinem Vorhaben eine gewisse Verbindlichkeit gegeben: Eine Art soziale Kontrolle durch meine Beraterin hat mich darin bestärkt, am Ball zu bleiben. Ihr Feedback hat mir geholfen, über wesentliche Punkte noch einmal stärker zu reflektieren.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Meine Freundin ist stolz auf mich. Sie sagte noch vor Kurzem, sie hätte nie gedacht, dass ich das einmal schaffe (nach 14 Jahren täglichem Konsum).

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Ich hätte es für mich nicht geschafft, das Kiffen zu reduzieren. Und ich habe nicht irre viel konsumiert: Gras für ca. 100 Euro monatlich - da gibt es viele, die so eine Menge in einer Woche oder weniger konsumieren. Ich empfehle daher jedem, der weniger kiffen will, zu überlegen, ob das für ihn/sie überhaupt funktionieren kann und ob es nicht deutlich leichter wäre, ganz aufzuhören.
Für mich selbst hatte ich dabei eine goldene Regel aufgestellt: Hole nichts Neues - egal was passiert. Das muss man nur lange genug durchhalten, dann verschwindet das Verlangen ganz von allein und man merkt langsam, dass alles, wovon man dachte, dass es nur ""stoned"" Spaß macht, auch ohne das Zeug genau so viel (oder sogar noch mehr) Spaß machen kann.
Eine Sucht zeichnet sich immer dadurch aus, dass man Glaubenssätze oder Gründe hat, die diese rechtfertigen. Diese mentale Haltung, die sich dem Süchtigen gegenüber als ""freier Wille"" tarnt und verkauft, ist nichts anderes als Teil eines Suchtschemas, das sich durch längere Abstinenz und gegenteilige Erfahrungen von allein widerlegt. Das tägliche Tagebuchschreiben bei QTS hilft, sich diesen Prozess bewusst zu machen.
Das Schwierigste waren für mich die Schlafprobleme in der ersten Zeit. Ich war nach 2 Wochen enttäuscht und entmutigt, als es damit noch nicht vorbei war. Wer das auf ähnliche Weise durchlebt, den möchte ich beruhigen: Dass das aufhört ist absolut gewiss! Du musst nur durchhalten - und ja, du wirst wieder ganz normal schlafen können.
Noch etwas: Wer eine Doppelabhängigkeit hat (Nikotin + THC), dem empfehle ich, sich nicht zu überfordern. Lieber zuerst das THC aufgeben und danach das Nikotin. Wer auf einen Schlag trotzdem beides erfolgreich abschafft, vor dem ziehe ich den Hut.


Christoph

31 Jahre

männlich

Das Leben nüchtern zu betreten, ist nicht immer einfach, jedoch lebt es sich ohne Betäubung so viel intensiver, schöner und ehrlicher.
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Andy

28 Jahre

männlich

Es wird eine schwierige Zeit werden. Eine Zeit, die euch Kraft und Willensstärke abverlangt.
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ST

36 Jahre

weiblich

Wenn ihr es gepackt habt, werdet ihr so stolz auf euch sein und neue Seiten an euch entdeckt haben.
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ez-anonymous

22 Jahre

weiblich

Es war gut, andere Beiträge im Forum zu lesen und sich dadurch nicht mit dem Problem allein zu fühlen.
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