Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

MikaMi

31 Jahre

weiblich

Ich hatte keinen richtigen Lebensinhalt mehr und habe mich unwohl gefühlt.
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Curly

39 Jahre

weiblich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    30 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Ich habe das Kiffen nicht mehr genossen. Ich wollte meinen 8-jährigen Sohn nicht mehr anlügen, bzw. nicht mehr nach Qualm riechen, wenn er abends nochmal aufgestanden ist und ihm dann erzählen, dass ich manchmal abends eine Zigarette rauche, obwohl ich Nichtraucherin bin! Ich wollte unabhängig sein und keinen Suchtdruck mehr verspüren. Ich wollte wieder Energien für andere Dinge freisetzen, die durch das Kiffen gedeckelt wurden.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Ich habe seit dem Programmende nur einmal gekifft. Das geht für mich absolut in Ordnung, vor allem, weil danach im Alltag kein neues Verlangen entstanden ist. Ich habe für mich entschieden, dass ich in Ausnahmesituationen kiffen darf, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
1. Maximal alle zwei Monate.
2. Ich gebe der Lust auf Kiffen erst nach, nachdem ich für mich reflektiert habe, ob die Beweggründe stimmen (keine Gefühle abtöten, keine Langeweile überbrücken, keine Gedanken abstellen).
3. Sobald ich am nächsten Tag wieder das Bedürfnis habe zu kiffen, folgen 6 Monate Pause.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Ich brauchte das Programm in erster Linie als Kontrollinstrument. Ich wollte mir nicht die Blöße geben, zu versagen und es dann auch noch "schriftlich" festzuhalten. Meine Beraterin hat meine Sicht der Dinge in manchen Situationen verändert und mir sehr hilfreiche Denkanstöße gegeben. Das Tagebuch hilft bei der Reflexion. Die Übungen dienten mir ebenfalls bei der heilsamen Auseinandersetzung.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Am Anfang war es sehr hilfreich, mich zu beschäftigen, bzw. abzulenken. Ich habe viele Spaziergänge mit meinem Hund gemacht, wenn das Bedürfnis zu kiffen aufkam. Danach war es dann auszuhalten. Ich habe ebenfalls viele Gespräche mit meiner Mutter geführt und bin oft zu Ihr gegangen, wenn ich kiffen wollte, damit ich aus der Situation herauskam. Ich habe am Anfang auch mein Abendritual umgestellt, weil alte Gewohnheiten gedanklich und emotional zu sehr mit dem Kiffen verknüpft waren. Mittlerweile kann ich abends wieder alles tun, wie vorher. Es ist zur Normalität geworden, nicht zu kiffen und die Gedanken kommen gar nicht mehr hoch. Es ist mir ebenfalls wichtig gewesen, in mich hineinzuhorchen, warum ich in den Momenten Lust zu kiffen hatte. So konnte ich mich mit den Beweggründen auseinandersetzen und die entsprechenden Baustellen bearbeiten (Langeweile, Frust, negative Gedanken, zu viele Gedanken, negative Gefühle, Einsamkeit, ...).

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
- Mach Dir klar, warum Du kiffst, bzw. was das Kiffen für Dich positiv verändert und überlege Dir Strategien, wie Du diesen Effekt durch andere Maßnahmen erreichen kannst. (Einsamkeit=Weihe eine Person ein und rufe sie an oder bitte sie vorbeizukommen; gehe unter Menschen; Langeweile= Sport/Spaziergang; Frust=Bearbeite den Auslöser des Frustes.......)
- Ändere die Rituale in den Situationen, in denen Du normalerweise kiffst. (lesen statt TV; Sport/Spaziergang statt zu Hause nichts tun;....)
- Beschäftige Dich, bzw. lenke Dich ab!
- Es ist vermutlich auch sinnvoll, nichts mehr im Haus zu haben, was mit dem Kiffen zu tun hat.
- Verabschiede Dich von dem Gedanken: ""Einmal ist keinmal!""
- Vermeide kiffende Personen bis Du stabil bist!
- Probiere Neues aus. (Sportarten, kreative Beschäftigungen)
- Am wichtigsten ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein und nicht aufzugeben!!!!


Piu

24 Jahre

weiblich

Der Anfang ist hart und es wird verdammt beschissene Tage geben …
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MarioSf

57 Jahre

männlich

Vor allem die Chats waren sehr gut.
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Tommy

24 Jahre

männlich

Die täglichen Einträge waren sehr gut für die Selbstkontrolle.
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