Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

MissChaos

18 Jahre

weiblich

Ich konnte meinen Konsum reflektieren und mir bewusst machen, wie viel ich eigentlich gekifft habe.
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Dizzylizzy

47 Jahre

weiblich

Ich fühle wieder.
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annsophie27

21 Jahre

weiblich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    16 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Vielleicht vorweg: ich habe bis etwa 6 Monate vor dem Programm täglich gekifft und dann durch Druck von Außen das Ganze auf ca. 2- bis 3-mal im Monat reduziert. Kurz vor der Teilnahme hier hatte ich dann einen Zeitraum von 10 Tagen, an denen ich wieder täglich vom Aufstehen bis zum Schlafengehen im grünen Sumpf versunken bin. Da habe ich festgestellt, dass ich das Ganze nicht unter Kontrolle hatte, ich musste selbst damit aufhören/es stark reduzieren wollen.
Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr damit leben kann. Schon über einen längeren Zeitraum hatte ich Konzentrationsprobleme, Realitätsverlust, Paranoia. An einem Punkt musste ich mir eingestehen, dass ich ohne fremde Hilfe wohl immer so weiter machen würde und damit meinen Alltag immer mehr nach dem Kiffen ausrichte. Ich habe mich eingeengt, abhängig und unfrei gefühlt und wollte auch im Studium wieder nach vorne gehen können. Auch wenn das bedeutete, dass ich mich vom Großteil meiner ""Freunde"" trennen musste.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Sehr gut! Ich habe seit gut 2 Monaten gar nicht mehr gekifft, plane aber nun den nächsten Schritt, es vielleicht über die Weihnachtsfeiertage einmal zu probieren. Jedoch in einem ganz anderen Rahmen als bisher, ich möchte keinen Joint rauchen, sondern ""Tee trinken"". Ich habe sehr klare Regeln, was meinen künftigen Konsum betrifft:
1. Nur noch in den Semesterferien, pro Semesterferien maximal 3-mal.
2. Nicht alleine konsumieren, nur in Gesellschaft.
3. Kein eigenes Dope mehr besitzen.
4. Wenn ich am Morgen nach dem Konsum wieder die Lust verspüre weiter zu kiffen, warte ich bis zu den nächsten Semesterferien (das sind 4-6 Monate), um es nochmal zu versuchen.
5. Sollte sich Szenario 4. drei mal wiederholen, werde ich das Thema für mich endgültig abschließen. Dann gibt es auch keinen geregelten Konsum mehr für mich. Sondern nur noch komplette Abstinenz.

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Zunächst hatte ich die Idee, das Kiffen auch während des Programms nur zu reduzieren. Mein Berater ist mit mir dann durchgegangen, weshalb ich das so machen wollte und ich habe festgestellt, dass gar kein Konsum in den 6 Wochen wesentlich sinnvoller ist. Die wöchentlichen Rückmeldungen haben mich jedes Mal wieder gepusht, weiter zu machen und das Tagebuch war extrem hilfreich. Ich habe mir jeden Tag nochmal Gedanken über meinen ehemaligen Konsum machen müssen und mehr über die Ängste und den Druck nachgedacht. Dadurch (und durch die diversen Übungen) habe ich ein Bild von meinem Konsumverhalten, meinen Zielen und meinen Wünschen bekommen, was ich alleine nicht so klar gehabt hätte, da ich niemals so intensiv reflektiert hätte.
Die Chats fand ich eher so lala, ich hatte ein wenig das Gefühl, dass man mich zu oft gelobt hat, aber ich denke, viele hier brauchen das. Das ist einfach Geschmacksache, andere können daraus vielleicht ihre Motivation ziehen. Jedoch hätte ich auf die Chats nicht verzichten wollen. Wie bereits oben beschrieben, konnte ich dadurch meine Ziele klarer sehen.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Mein Freund hat mich enorm unterstützt. Immer wenn ich große Lust verspürt habe, zu konsumieren, konnte ich es ihm sagen und er hat mich abgelenkt, falls ich mal zu tief in das Loch gefallen bin.
Sport war auch sehr hilfreich, um den Kopf frei von Suchtgedanken zu bekommen. Außerdem habe ich auch angefangen abends zu kochen, was mir in der Zeit wieder sehr viel Freude bereitet hat. Es war eine Ablenkung vom Wunsch nach einem "Feierabendjay".

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Es ist wichtig, dass DU etwas ändern willst. Sonst ist das Vorhaben zum Scheitern verurteilt (Gründe zum Aufhören findet man in dem PDF auf dieser Website viele). Und dann: Behalte dein Problem nicht für dich, vertraue dich ausgewählten Menschen an und akzeptiere, dass du ein Problem hast. Du kannst es nicht mehr ändern, aber du kannst es in Zukunft besser machen. Belohne dich in der Zeit, wenn dir danach ist mit anderen Dingen (z. B. Sauna, Kino, Essen gehen etc.).
Vorsicht: Kompensiere die Sucht nicht mit anderen Rauschmitteln wie Alkohol o.ä... auch Zigaretten können mal schnell zum Freund werden, wenn man immer mit Tabak gebaut hat.
Und ich empfehle dieses Programm! Nutze die Übungen und die Tagebucheinträge, die Chats und die Rückmeldungen, um deinem besseren Leben näher zu kommen. Es lohnt sich, nicht mehr den ganzen Tag zugedröhnt zu sein!


Ilo

33 Jahre

männlich

Ich hatte das Gefühl, dass mein Leben stillsteht und ich mich überhaupt nicht mehr weiterentwickeln kann.
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=0)

39 Jahre

weiblich

Die tägliche Reflexion und die Rückmeldungen sind sehr bestärkend.
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