Userberichte

Alle ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Quit the Shit“, die zum Zeitpunkt ihrer Anmeldung mindestens 18 Jahre alt waren, können nach Ende des Programms einen Erfahrungsbericht schreiben.

Sabina

37 Jahre

weiblich

Stark sein und es einfach lassen.
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Tubs

42 Jahre

männlich

Man muss seine Sucht durch andere Beschäftigungen ersetzen. Bei mir ist das sehr viel Sport, das erzeugt ebenfalls Glückshormone!
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Alien

26 Jahre

männlich

Die Übungen zur Auseinandersetzung mit der Sucht und seiner eigenen Person hingegen ermutigen zur Reflektion, was mir am ehesten geholfen hat.
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HighofLife

21 Jahre

männlich

  • Cannabiskonsum vor Programmteilnahme:
    30 Konsumtage in den letzten 30 Tagen
  • Cannabisabhängigkeit vor Programmteilnahme:
    ja

Was hat für dich den Ausschlag gegeben, das Kiffen einzuschränken oder ganz aufzugeben?
Mich machte es psychisch krank, ich bekam schlimme Gedanken und mir ging es einfach gar nicht mehr gut. Ich lebte in meiner eigenen Welt und schaute zu, wie das Leben an mir vorbei flog. Ich konnte nicht mehr lachen, geschweige Freude oder andere Gefühle fühlen. Ich hatte nur negative Gedanken und Hass auf jeden, war auch meist auf Streit aus. Meine Aussprache litt etwas darunter, ich konnte manchmal kaum ordentliche Sätze bilden, weil ich so dermaßen verballert im Kopf war.

Wie schätzt du deine aktuelle Konsumsituation ein?
Ich habe meinen Konsum zu 75% reduziert, rauche jetzt nur noch im Abend so gegen 9 Uhr, ca 2- 3 Köpfe. Solange ich Beschäftigung habe, natürlich...

Es macht mir zwar noch Freude, aber übertreiben muss man wirklich nicht. Lieber genieße ich es. Am besten, ich fange wieder an Joints zu drehen. (Ballert nicht ganz so doll, wie ein Bong-Kopf) ;)

Inwiefern konnte dir das Programm "Quit the Shit" bei deinem Vorhaben helfen?
Es hat mir einen Spiegel vor mein Gesicht gehalten. Zum allerersten Mal, sah ich, wie viel ich jeden Tag geraucht habe. Allein hatte ich schon den Mut, etwas zu verändern, doch mit dem Überblick fiel es mir viel leichter, jeden Tag etwas zu reduzieren. Sonst raucht man, wie es einem lieb ist. Nun hatte ich eine Kontrolle und das tat mir wirklich gut. Schon nach wenigen Tagen bemerkte ich einige Veränderungen.

Gab es andere Dinge, die dir geholfen haben?
Meine Freunde unterstützen mich dabei. Ich wurde akzeptiert und nicht verurteilt. Von mir aus wollte ich auch etwas verändern und das tat ich auch. Mein allererstes Auto!!! Ein schöner BMW ;) sowas möchte man nicht aufs Spiel setzen.

Was empfiehlst du anderen, die auch weniger oder ganz aufhören wollen zu kiffen?
Versuche dein Konsum zu reduzieren, denn schlagartig aufhören kann ganz schön intensiv werden... Mir kamen mehrmals die Gefühle hoch und ich fühlte mich einfach nur schrecklich. Man kann mit der Familie zusammen am Tisch sitzen oder mit Freunden feiern, aber im Kopf weiß man, dass man völlig allein ist und keiner kann dir helfen. Aufmunterungen waren für mich nur leere Worte, denn es bedeutete mir nichts.

Versucht nicht eure Probleme in Rauch zu ersticken, denn wenn man träumt, suchen euch die Ängste heim. Ich habe ein Problem über 6 Jahre lang verdrängt und ich kämpfe bis heute noch mit schweren Albträumen. Leider ist meine Denkweise noch nicht ganz positiv, aber ich erkenne langsam wieder den Sinn des Lebens und unternehme wieder Sachen und versuche meinen Spaß dabei zu haben. Ich muss lernen das Gedanken nur Gedanken sind... Versuche doch mal, ein negativen Gedanken in einen positiven Gedanken umzuwandeln. Glaube mir, das hilft.;)

Im Endeffekt hatte ich auch schon vor meinen Cannabiskonsum Probleme mit der Psyche, denn zuhause gab es bei mir nur Gewalt und vergessen tut man sowas leider nicht. Durch meinen Konsum fiel ich in ein großes Loch, doch nun reichten Quit-the-Shit und einzelne Freunde mir eine Leiter, und nun klettere ich wieder aus meinen Loch. Das Problem bei dem Reduzieren ist, man kann immer wieder zurück in sein Loch fallen. Aber das liegt bei jedem selbst.

Ich hatte es satt, nur noch rumzuheulen. Sich von jedem alles gefallen zu lassen. Wenn du es auch satt hast, dann nimm meine Hand und ich führe dich aus diesen Loch heraus. Cannabis ist nicht so schlimm, wie alle sagen, aber uns fehlen der Schutz und die Erfahrungen. Das reicht schon voll aus um Tausenden das Leben zu zerstören. 1x im Monat zu konsumieren ist voll okay, aber mach nicht denselben Fehler wie ich und rauche Jahre lang, jeden Tag dein hochgezüchtetes 1-1,5g Dope.


Emm

40 Jahre

männlich

Ich musste kiffen, um mich halbwegs normal und gut zu fühlen.
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